| Thüringer Strombrücken werden verstärkt Vattenfall Europe Transmission nimmt in Remptendorf Höchstspannungsleitung mit 380 kV in Betrieb Nach knapp zweijähriger Umbauzeit haben heute Dr. Martin Martiny, Vorstandsmitglied der Vattenfall Europe AG, und Andreas Trautvetter, Thüringer Minister für Bau und Verkehr, im Umspannwerk Remptendorf die Freileitung von Vieselbach über Großschwabhausen nach Remptendorf mit einem Knopfdruck von 220 kV auf 380 kV umgestellt und einen neuen Großtransformator in Betrieb genommen. „Mit der Inbetriebnahme verstärken wir die bestehenden Thüringer Strombrücken und nutzen von nun an die Übertragungsfähigkeit unseres bereits vorhandenen Höchstspannungsnetzes in Thüringen voll aus“, erklärte Dr. Martiny. „Damit ist die Stromversorgung sowohl für regional ansässige Firmen und Netzbetreiber wie der E.ON Thüringer Energie AG als auch weit über die Grenzen von Thüringen hinaus noch stabiler“, so Martiny weiter. Andreas Trautvetter, Thüringens Minister für Bau und Verkehr, damit auch für Raumordnung und Landesplanung zuständig, würdigte bei der Inbetriebnahme des Knotens Remptendorf die bisherigen Anstrengungen von Vattenfall Europe für eine stabile Stromversorgung Thüringens. Ein überzeugenderes strategisches Unternehmensziel könne es nicht geben als „effizient-sicher-umweltverträglich“, wie der Dreiklang bei Vattenfall heißt. Insgesamt rund 35 Mio. Euro hat der Betreiber des Höchstspannungsnetzes, die Vattenfall Europe Transmission GmbH, in dieses Projekt investiert. Wolfgang Neldner, technischer Geschäftsführer des Unternehmens, bezeichnete die Verstärkung als eine wichtige Voraussetzung für die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, wie z. B. den Erhalt der elektrischen Systemsicherheit, die Aufnahme und den Transport aller regenerativen Energien sowie den möglichst uneingeschränkten europaweiten Handel mit Elektrizität. Darüber hinaus beschrieb Neldner die Investition als einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Thüringen und als aktiven Impuls für die Wertschöpfung in den neuen Bundesländern. „Unser Unternehmen ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und wird auch weiterhin in Versorgungssicherheit und Wirtschaftsförderung in Thüringen und Ostdeutschland investieren“, fügte Neldner mit Verweis auf die derzeit laufenden Planungs- und Genehmigungsverfahren für eine neue Thüringer Strombrücke hinzu. Die geplante, rund 210 km lange und gut 200 Mio. Euro teure Freileitung dient vor allem der Aufnahme von erneuerbaren Energien, zunehmend auch aus Biomasse-Kraftwerken. Sie soll ab Ende 2008 die Räume Halle/Saale, Erfurt und Nordbayern miteinander verbinden. Manuel Vormelchert |
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