Neuer Braunkohleplanentwurf für Tagebau Welzow Süd II liegt aus

"Nach Bürgerversammlung zum Braunkohlenplanentwurf herrscht Ent- täuschung vor", schrieb die LR in ihrer Ausgabe vom 12. Juli 13. Die Rand- betroffenheit muss gesetzlich festgeschrieben werden, lautete eine Forderung. Die zahlreichen Bürgereinwände wurden offenbar nur berücksichtigt, um Rechtssicherheit für die Landesregierung herzustellen, mutmaßten andere.
Das eigentliche Problem ist aber doch die Unsicherheit, ob dieser ganze Aufwand wirklich nötig ist. Wenn bis 2030 der Anteil der erneuerbaren Energien in Brandenburg tatsächlich, wie geplant, bei 32 % liegt, sollte das den Kohleverbrauch doch deutlich senken. Derzeit sind es immerhin schon 16 %. Darann hatte zu Zeiten der Planung der Tagebauneuaufschlüsse noch niemand denken können. Voraussetzung dafür ist natürlich, das die Großkraftwerke auch wirklich zeitnah die Produktion drosseln, wenn Sonne und Wind Energie liefern und genau hier liegt das Problem. Die großen Blockeinheiten sind zu träge und so wird unsere, mit viel Aufwand geförderte Braunkohle verfeuert obwohl wir eigentlich andere Quellen nutzen könnten. Auch Vattenfall sollte endlich einsehen, das de großen Blockeinheiten aus heutiger Sicht für die Region eine Fehlentscheidung waren. Gewinnmaximierung darf nicht länger die Lausitz verunstalten. Ein deutliches Beispiel für diese Verunstaltung sind die nicht länger kleinzuredenden schädlichen Auswirkungen der braunen Spree auf die Umwelt.
Aber die starke Braunkohlenlobby scheint sich wieder durchzusetzen - kann die "Schwarmintelligenz" der Bürger hier noch etwas retten?
Tragfähiger Strukturwandel hin zur erneuerbaren Energie ist die Hauptforderung von kein-weiteres-dorf.de, meinem heutigen Surftip für mitdenkende Lausitzer (ohne Vattenfall Aktien).

ISP-Karte.de | F.J. 12.07.2013

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