Die letzte Brikettfabrik der Lausitz schreibt gute schwarze Zahlen

Gestern hatte Vattenfall Journalisten zu einem Besuch der letzten Lausitzer Brikettfabrik eingeladen. Seit 1963 werden hier am Standort Schwarze Pumpe Briketts produziert. Unter dem Namen Lignite Mining & Generation sitzt der Kaufmännischen Bereich der Veredlung nun im alten Polyklinik- gebäude. Längst werden hier nicht mehr nur Briketts produziert. Braun- kohlenstaub (BKS) und Wirbelschichtkohle (WSK) gewinnen an Bedeutung. Der BKS wird als Zuschlagstoff in der Zementindustrie, bei Asphalterzeugung und auch im Stahlwerk in Eisenhüttenstadt geschätzt. 2010 wurde hierfür eine neue Malanlage errichtet WSK könnte die Grundlage einer neuen Generation von Kraftwerken werden. An der DDWT- Pilotanlage wurde hier gemeinsam mit der BTU seit 2008 geforscht, um Wege zu finden, besonders trockenen Kohlenstaub einer sicheren Verwertung zuführen zu können.
Die Brikettfabrik selbst ist äußerlich zwar noch die alte und auch die Pressen sind schier unverwüstlich, versicherte Gerd Sieling. Bei Steuerungstechnik und Entstaubungsanlage, in der Verpackung und in der Lagerwirtschaft sind längst moderne Technik im Einsatz. Der einstige Brifa - Maschinist ist heute meist ein gut ausgebildeter Mechatroniker. Etwa 300 Arbeitsplätze inkl. Verwaltung und Vertrieb gibt es hier derzeit. Es wird sogar bis nach Irland exportiert und durch steigende Öl-und Gaspreise werden veredelte Braunkohleprodukte sich wohl noch lange am Markt behaupten können.

ISP-Karte.de | F.J. 07.12.2012

Bild 1 Verwaltungsgebäude
Bild 2 Brikettpresse
Bild 3 Maschinisten in der Verpackung
Bild 4 Brikettlagerhalle
Bild 5 LKW 's warten auf Beladung